Die Dienerin Gottes Barbora von Žagarė und ihre Hilfe für Menschen (1628-1648)

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Dievo Tarnaitė Barbora Žagarietė

ZEUGNISSE ÜBER DAS LEBEN DER BARBORA VON žagarė

Laut historischen Forschungen wurde Barbora von Žagare (Schagarren) in der zweiten Hälfte des 16. Jhs. geboren. Sie zeichnete sich durch heldenhafte christliche Tugenden aus und starb mit Liebe zu Gott und zum Nächsten. Nach ihr wurde der Hügel benannt, auf dem die Kirche der Alten Žagare steht.

Nach heutigen Erkenntnissen hat 1755 als erster Antanas Tiškevicius, der Bischof von Samogitien (lit. Žemaitija; ebenso Schemaitien, Niederlitauen genannt) die Jungfrau von Žagare in seinem Schreiben an den Hl. Stuhl erwähnt. Er schrieb: „Ich meine, es sei wertvoll, den Leichnam einer dem Gott werten Jungfrau zu erwähnen, der durch seine zahlreichen Wundertaten sehr bekannt wurde. Es lebt keiner mehr, der den Namen oder den Stamm dieser Jungfrau kannte, nur ist sie im Traum einiger Personen erschienen und hat sich Barbora genannt.“

Laut einer von Mund zu Mund übermittelten Legende hat ein besonderes Ereignis, das einige Jahre später nach dem Tod der Barbora geschah, den Anfang für ihren Kult als Vermittlerin und Fürsprecherin bei Gott gegeben. Es ist mit dem Eindringen der Schweden im Jahre 1655 verbunden: Die Angreifer hatten die Kirche der Alten Žagare und zugleich die Überreste von Verstorbenen in der Krypta ausgeraubt und verbrannt, jedoch wurde der Körper Barboras nach dem Brand in der Asche aufgefunden – er war nicht verbrannt, sondern nur etwas angeschwärzt.

Bischof Antanas Tiškevicius, der an der Echtheit dieses außergewöhnlichen Ereignisses nicht zweifelte, setzte in seinem oben erwähnten Schreiben an den Heiligen Stuhl fort: „ … in Asche der Verstorbenen gelegen, von wütendem Feuer nicht angegriffen, an keinem Teil abgebrannt, sogar nicht am Haar, vollkommen unversehrt wurde der Körper der keuschen Jungfrau aus der Asche genommen und wieder mit Verehrung in den Sarg gelegt, als echtes Zeugnis der Macht Gottes und ihrer Verdienste. Auch heute ist er unversehrt, nur etwas angeschwärzt.“ In demselben Dokument betont der Bischof von Samogitien, bevor er acht Wunder nennt, die durch Fürsprache Barboras in den Jahren 1735-1748 geschehen sind: „Eine Menge von Unglücklichen, an unheilbaren Krankheiten Leidenden suchen am Sarg der Jungfrau Unterstützung und erleben gleich Hilfe. Die Erzählung wäre endlos, wenn ich all die beseitigten Behinderungen auch vorbeilaufend anfassen würde…“


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